Wednesday, February 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das Februar-BlattDie Türen Sansibars![]() Eine alte, verfallende Haustüre in Stone Town Die Türen waren (und sind) repräsentatives Aushängeschild. Die verschiedenen Stile spiegeln wider, woher die damaligen Bewohner kamen. Die Tür auf dem Kalenderbild ist im indischen Gujarati Stil gehalten. Die rechteckige Form und die verstärkten Panele sind das eine wesentliche Merkmal für diesen Stil. Das andere ist die Faltbarkeit der Türe, deutlich erkennbar beim geöffneten Türflügel. Die Haustüren waren einmal so wichtig, dass es üblich war, zuerst die Türe und den Türrahmen in Auftrag zu geben, das Haus wurde dann quasi um die Türe herum gebaut. Viele der Türen sind in einem ziemlich schlechten Zustand. Renovierte oder gar neue Türen sieht man in Stone Town zwar auch, nur Wenige aber können sich das heute leisten. Links: Artikel zur Geschichte der Türen, zu den Stilen und den verwendeten Symbolen (englischsprachig) Bildergalerie mit ca. 100 Türen Defined tags for this entry: interna, M-BOX Kalender
Sunday, January 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das Januar-BlattDer dunkelste Teil der Geschichte Sansibars![]() Das Sklavendenkmal in Stone Town Das Denkmal in der Hauptstadt – eine rechteckige betonierte Grube mit 5 aneinandergeketteten Statuen – erinnert an den Sklavenhandel, dessen zentrale Drehscheibe Sansibar im 18. und 19. Jahrhundert war. Die geografische Lage – eine relativ leicht kontrollierbare Insel vor dem afrikanischen Kontinent, gut erreichbar sowohl aus Arabien als auch aus Indien – prädestinierte Sansibar als Handelszentrum. Als Anfang des 18. Jahrhunderts der Sultan von Oman die Herrschaft übernahm, wurde der Handel mit Sklaven wichtigster Macht- und Wirtschaftsfaktor. Die Sklaven wurden auf dem Festland gefangen und nach Sansibar gebracht. Von hier aus wurden sie in den arabischen und persischen Raum verkauft. In manchen Jahren wurden 60.000 Sklaven durch Sansibar geschleust. Die Sklaverei war brutal und grausam. 1873 wurde sie in Sansibar von der Kolonialmacht England verboten. Dr. David Livingstone hat mit seinen schockierenden Berichten bei der britischen Regierung wesentlich zur Abschaffung beigetragen. Nach dem Verbot ging der Sklavenhandel 25 km nördlich der Hauptstadt buchstäblich im Untergrund weiter, allerdings in geringerem Umfang. Das Denkmal steht an dem Platz, an dem zuletzt der Sklavenmarkt war. Man kann hier auch einen Raum besichtigen, in dem die Sklaven eingesperrt waren. Wobei "Raum" lediglich im geometrischen Sinn zu verstehen ist, nicht als Zimmer oder auch nur Gefängniszelle. Es sind zwei niedrige Kammern, lediglich einen guten Meter hoch, dunkel, drei Schlitze lassen kaum Licht und Luft herein. Die neu angekommenen Gefangenen wurden hier hineingestopft, tagelang bekamen sie kaum Wasser und Essen. Dass die Schwachen dabei umkamen, war gewollt. Der Besuch dieser Kammern war, obwohl sie heute beleuchtet, sauber und leer sind, ein bedrückendes Erlebnis. Sklaverei heute1981 wurde im letzten Land der Welt die Sklaverei verboten. Nirgendwo mehr ist es legal, Menschen zu besitzen. Dennoch werden heute mehr Menschen wie Sklaven gehalten denn je zuvor. In Europa ist es hauptsächlich die Zwangsprostitution, bei der Menschen versklavt werden. Zahlenmäßig am höchsten ist die Sklaverei heute in Asien. Die Menschenrechtsorganisation Terre des hommes schätzt weltweit 12 Millionen, andere Organisationen sprechen von noch viel mehr. Links (deutschsprachig): Kompakter Artikel zur Geschichte der Sklaverei Sklaverei heute - Auflistung und weiterführende Links bei Wikipedia Artikel zur Sklaverei heute Links (englischsprachig): Bilder und Beschreibung der Gedenkstätte auf der Seite eines Hotels in Stone Town Photo-Blog zur Gedenkstätte Defined tags for this entry: interna, m-box kalender
Wednesday, December 28. 2011Hühner im M-BOX Büro
Erinnern Sie sich an die Geschichten von den Hühnern (und Katzen) in unserem alten Büro? Durch den Wechsel haben wir zwar schönere Räume bekommen, einen Garten mit Hühnern gibt es aber leider nicht mehr.
![]() Die Hühner aus Korntal im M-BOX Büro (Herr Klaus Parr war von 1982 - 2005 Leiter des historischen Archivs von Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen) Tuesday, December 20. 2011Jahreswechsel = KalenderwechselWer fährt nach Hong Kong?In der ersten Nachricht zum 2011er Kalender hatte ich vollmundig geschrieben: "Am Ende des Jahres werden Sie selbst nach Hong Kong fahren wollen." Nun, Niko Hofinger hat mir erzählt, dass er für einen ganzen Monat nach Hong Kong fahren wird – Urlaub machen. Und der Kalender war ein Anstoss dafür. Auch im Jahr 2012 ist der Kalender wieder ein sehr persönlicher Gruß; ohne direkten Bezug zum Produkt M-BOX. Wieder sind es Bilder aus einem Urlaub. Falls Sie Lust kriegen, dorthin zu fahren, hab ich ein paar Tipps für Sie. Bilder aus dem MärchenlandWenn Sie "Sansibar" hören, woran denken Sie? Die meisten Menschen haben das Gefühl, davon schon einmal gehört zu haben. Irgendwo, tief vergraben in Kindheitserinnerungen, schlummern Geschichten. Sultane tauchen auf, Piraten, exotische Gewürze. Nur wenige Leute wissen etwas Konkretes über Sansibar, selbst wo dieses märchenhaft klingende Land liegt ist den meisten unbekannt. Sansibar gibt es wirklichEs ist eine kleine Insel vor der Küste Tansanias. Berüchtigt war es als Drehscheibe des Sklavenhandels. Heute sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Gewürze und Tourismus. Trotzdem ist es bei uns kaum bekannt. Der wichtigste Zielmarkt für den Tourismus ist Italien, in der Schule ist Italienisch als Fremdsprache genauso wichtig wie Englisch. Der bei uns berühmteste Sansibari ist (war) Freddy Mercury, Sänger der Band "Queen". ![]() Ein Marktstand in Stone Town, der Hauptstadt Sansibars Defined tags for this entry: interna, m-box kalender
Thursday, December 1. 2011M-BOX-Kalender 2011 - das Dezember-BlattWeihnachten in Hong Kong![]() In einer verspiegelten Decke reflektieren die Weihnachtsdekoration und das Leben auf der Straße Einen gut 15 m hohen Weihnachtsbaum, so voller großer und kleiner glitzernder Christbaumkugeln, dass vom Baum selbst praktisch nichts zu sehen war Weihnachtsmann und -frau, auf 6 m Bauchumfang ausgestopft, grell geschminkt, stapfen auf Stelzen durch das Einkaufszentrum Ein Ensemble kleiner Häuschen und Kapellen, mit einschlägigen Symbolen dekoriert und "Santa's Town" über dem Eingangsbogen. In den Shopping Malls kleine Weihnachtsdörfer auf Flächen von locker 500 m² — rein zur Dekoration, nicht als Christkindlmarkt Die Dekoration ist beileibe nicht auf die Shopping Malls und die öffentlichen Plätze beschränkt. Im privaten Bereich, in kleinen Geschäften, in Cafes, vor vielen Wohnungstüren baumelt direkt neben den Räucherstäbchen ein Weihnachtsmann oder glitzern die Kugeln. Völlig klar geworden ist mir die Bedeutung von Weihnachten für die Hong Konger, als ich in einer Mall wieder einmal ein großes Ensemble von Figuren, Glitzer und Aufbauten sah. Dass die Figuren keine geschnitzten Grödner Krippenfiguren sondern Schaufensterpuppen waren, überraschte mich nicht. Das war ich schon gewohnt. Deren Kostüme allerdings kamen mir zwar vertraut vor, aber doch irgendwie seltsam. Festliche Gewänder, wie Ballkleider, und vorm Gesicht Masken, die mich an den Karneval in Venedig erinnerten. Ich ging extra die zwei Stockwerke hinunter, um das aus der Nähe anzusehen. Dann sah ich das Schild: "Wir bedanken uns bei der italienischen Botschaft für die Unterstützung und Überlassung der venezianischen Kostüme und Masken". Das war es: Weihnachten ist — noch mehr als ein kommerzielles Fest — eine folkloristische Orgie. Alles was westlich ist und zum rauschenden Kitsch passt wird aufgenommen und eingebaut. Weihnachten ist ein Teil der Kultur Hong Kongs geworden. Defined tags for this entry: interna, M-BOX Kalender
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