Räucherstäbchen sind allgegenwärtig in Hong Kong. Diese Schale steht vor dem Pak Tai Tempel - Sie erinnern sich? Der Tempel vom Juni-Blatt ist das.
Zu Tempeln und Schreinen gehören die Räucherstäbchen wie bei uns die Kerzen in den Kirchen. Die Stäbchen gibt es in zahllosen Farben, Düften und Größen. Die Standardgrößen — so bis 50 cm — rauchen an jeder Ecke vor sich hin. Vor Wohnungen, in kleinen Geschäften, auch direkt auf dem Gehsteig habe ich Schälchen mit Räucherstäbchen gesehen. Erzählt wurde mir auch, dass es durchaus üblich ist, dass beim Eingang von Bordellen kleine Opferschalen stehen — und von den Besuchern vor oder nach dem "Geschäftsvorfall" bestückt werden.
Die Stäbchen werden nicht wie bei uns einzeln angezündet, Bündel von 20, 30 oder mehr Stäbchen werden auf einmal entzündet, betend geschwenkt und schließlich in die Opferschale gesteckt. Größere, dickere Exemplare werden entweder zu besonderen Tagen oder bei besonders großen Anliegen geopfert. Die größten, die ich selbst gesehen habe, waren wohl einen Meter hoch und mehrere Zentimeter dick.
Eine Sonderform sind die Räucherspiralen. Der Man Mo Tempel in Central Hong Kong z.B. hängt voll davon. Die ausgerollt ca. 12 m langen Spiralen glosen und rauchen tagelang. In die Mitte des Kegels hängt die opfernde Person einen Zettel mit dem Anliegen, dann wird die Spirale vom Tempeldiener angezündet und mit einem langen Stock an die Decke gehängt.