Hong Kong ist eine Handelsstadt
Hong Kong ist bei uns bekannt für die riesigen Wolkenkratzer (es hat auch weltweit die höchste Dichte davon), in denen ebenso riesige Konzerne residieren. Im Erdgeschoss und den ersten paar Stockwerken sind großzügig angelegte Shopping Malls.
Das städtische Leben wird jedoch geprägt von den kleinen Geschäften. Die meisten Läden sind weniger als 100 m² groß, ganz viele haben weniger als 20 m² — und überhaupt spielt sich viel auf der Straße ab. Mich hat Hong Kong sofort erinnert an eine Mischung aus amerikanischer Großstadt und einer Stadt in Afrika.
Diese Marktstände und kleinen Läden bieten fast immer eine einzelne Produktkategorie an. Auf diesem Bild ist es ein Obststand, zusätzlich gibt es ein paar Erfrischungsgetränke. Die Waren sind günstig, die Qualität stimmt. Die Zielgruppe ist die einheimische Bevölkerung. Wie bei diesem Stand sind die Waren meistens nur in chinesisch angeschrieben, die Verkäuferin spricht kein Englisch.
Der Stand wirkt nicht nur improvisiert, er ist es auch. Die schon ziemlich alten Möbel sind genauso zusammengesammelt wie die Kisten, auf denen das Obst präsentiert wird. Erst beim genauen Blick aufs Foto ist mir aufgefallen, dass dabei sogar österreichisches Mineralwasser seinen Einsatz findet.