Tuesday, March 23. 2010Das neue M-BOX Logbuch und die Folgen
Bereits vor 6 Wochen habe ich hier im Blog über die Ausweitung der Protokollierung geschrieben. Dabei handelt es sich um eine große Programmänderung, der Aufwand ist höher als ursprünglich geplant, aber auch die positiven Effekte sind größer als vorhergesehen.
Alles ist nachvollziehbarSämtliche Änderungen an Karteikarten und Medien sind vollständig nachvollziehbar. Es kann z.B. zurück verfolgt werden, welche/r Benutzer/in den Feldinhalt auf '1985' geändert hat, wann das war und was in dem Feld vorher drin stand. Oder, das Bild, von dem am rechten Rand der Pfarrer wegretuschiert wurde, ist im ursprünglichen Zustand (mit Pfarrer) noch abrufbar. Gelöschte Daten sind wiederherstellbarWenn eine Karteikarte gelöscht wird, wenn ein Medium entfernt wird, wird der alte Zustand noch aufbewahrt. Diese Ueberreste legen wir in einen versteckten Bereich, den wir Beinhaus genannt haben. Klingt gruselig, ist es auch. Aber nur für uns zum Programmieren. Wie das 'Beinhaus' im Menü genannt wird, in der M-BOX so wie Sie sie dann sehen, das wissen wir noch nicht. Wenn Sie eine Idee haben, freuen wir uns auf Ihren Vorschlag. Die bereits gelöschten Karteikarten und Medien können eingesehen werden. Das macht eine (händisch durchgeführte) Wiederherstellung im Fall des Falles leicht. Sie können noch ruhiger schlafen als bisher. Eine automatische Wiederherstellung ist momentan nicht vorgesehen. Vermutlich würde das so selten genutzt werden, dass sich der Aufwand dafür nicht lohnt. Die Änderung der Objektart wird einfacher und sichererBisher gibt es bereits die Möglichkeit, für eine Karteikarte die Objektart zu ändern, also die zugrunde liegende Musterkarte auszutauschen. Das ist eine komplexe Angelegenheit, die nur mit viel Vorsicht und einer guten Datensicherung im Hintergrund durchgeführt werden sollte (siehe Online-Hilfe). Leider geht dabei (bisher) das Logbuch der veränderten Karten verloren und auch die Medien müssen extra exportiert und später wieder importiert werden. Bedingt durch die Änderungen für das neue Logbuch wird das jetzt aber einfacher und sicherer. Das Logbuch bleibt erhalten, die Medien ebenso und die Änderung der Objektart, also der Austausch der Musterkarte, wird vollständig protokolliert. Einsicht Logbuch nur mit entsprechendem BenutzerrechtFür die Ansicht von Karteikarten und Medien besteht ja ein ausgeklügeltes Berechtigungssystem. Auf mehreren Ebenen, über mehrere Zugangskanäle ist genau steuerbar, wer was sehen darf. Das neue erweiterte Logbuch ist nun plötzlich eine Hintertür, durch die alle Daten einsehbar werden. Wenn Sie z.B. die Wertangabe für ein Gemälde von 120.000 Euro auf 130.000 Euro erhöhen, dann wird diese Veränderung protokolliert. Im Logbuch ist das einsehbar, unabhängig von der Berechtigung, die man für dieses Feld oder für die betroffene Karteikarte hat. Eine Berücksichtigung der Berechtigungen ist nicht verlässlich möglich. Es kann sich an der Karteikarte, an der Musterkarte oder an den Berechtigungseinstellungen alles Mögliche geändert haben oder gelöscht worden sein, sodass zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr sicher festgestellt werden kann, ob der/die Benutzer/in jetzt dieses Feld sehen darf oder nicht. Selbst wenn es möglich wäre, würde die Berücksichtigung dem Grundgedanken widersprechen, dass die Veränderungen verlässlich nachverfolgt werden können. Wenn einige Veränderungen ausgeblendet werden würden, könnte das zu gröberen Missverständnissen und Fehlern führen. Aus all diesen Gründen wird für die Ansicht des Logbuchs ein eigenes Benutzerrecht eingeführt. Die Benutzergruppen, die über dieses Recht verfügen, dürfen alle Veränderungen einsehen. D.h. auch die Inhalte jener Felder, für deren Ansicht sie normalerweise keine Berechtigung haben. Beim Update auf die neue M-BOX Version werden wir für alle Benutzergruppen das neue Recht für die Einsichtnahme im Logbuch auf 'verboten' setzen. Der Health Check wird schneller und sparsamerMit dem M-BOX Health Check ist es ja möglich, die Bilder für einzelne Medienvarianten neu berechnen zu lassen. Wenn die entsprechende Option aktiviert ist, werden die Bilder für alle Medienvarianten neu aus dem Original erzeugt. Dieses Neu-Erzeugen wird jetzt optimiert. Warum das mit dem erweiterten Logbuch zusammenhängt, diese Erklärung erspare ich Ihnen. Aber es bedeutet, dass nur noch diese Bilder neu erzeugt werden, bei denen sich auch wirklich etwas ändert. Der M-BOX HealthCheck stellt fest, ob die Variante wirklich neu zu erzeugen ist oder ob ohnehin alles beim Alten bleibt. Wenn sich nichts ändert, wird auch keine neue Datei erzeugt. Das geht nicht nur schneller, es erspart vor allem zusätzliche Dateien für die Datensicherung. Thursday, March 18. 2010Aufräumen bei den Einstellmöglichkeiten
Im Zuge der neuen Protokollierung aller Änderungen (siehe Blog-Eintrag dazu) werden einige Einstellmöglichkeiten bereinigt - manche sagen auch abgeschafft.
Originalmedien 1:1 übernehmenBei den Medienvarianten kann bisher eingestellt werden, ob ein Original beim Hinzufügen zu M-BOX 1:1 übernommen wird oder ob es in ein bestimmtes Format umgewandelt und evtl. verkleinert wird. Unseres Wissens wird bei allen Kunden die (von uns empfohlene) Einstellung 1:1 übernehmen verwendet. Diese Einstellmöglichkeit wird nun entfernt. Originalmedien werden zukünftig immer 1:1 übernommen. Der Grund für die Wegnahme dieser Einstellmöglichkeit ist, dass dadurch die Protokollierung von Änderungen an Medien platzsparender durchgeführt werden kann. Und da ohnehin alle Kunden das so eingestellt haben, nehmen wir das weg und können sicher sein, dass das nicht jemand versehentlich anders einstellt. Allgemeine Option - Beim Löschen von Medien Original immer aufbewahrenDiese Option wird gestrichen. In Zukunft werden beim Löschen eines Mediums immer auch die Mediendateien von der Festplatte weggelöscht. Die neue Protokollierung aller Änderungen und Löschungen bietet mehr Sicherheit als die bisherige Option, die nur von 'außergewöhnlich vorsichtigen' Administrator/innen aktiviert wurde. Im Ernstfall — also wenn ein/e Anwender/in ein Bild gelöscht hatte, das nicht gelöscht hätte werden sollen — dann war es unter Umständen mühsam, die noch vorhandene Mediendatei auf den Festplatten zu finden. Der M-BOX Health Check war dabei eine große Hilfe, aber trotzdem war es eine ziemliche Bastelei, die Datei wieder her zu bringen. Die neue Protokollierung bewahrt die Originale aller Medien auf einem eigens definierten Festplattenplatz auf und macht diese über das Logbuch den Anwender/innen direkt zugänglich. Das bedeutet: mehr Sicherheit und — wenn ein gelöschtes Bild wieder gebraucht wird, ist es leichter wiederherstellbar. Defined tags for this entry: entwicklung, feature
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