Friday, May 4. 2012Ein neues Gesicht bei M-BOX![]() Mag(FH) Ingrid Walder Vertrieb & Verwaltung Frau Walder kommt aus dem Bereich Marketing/Vertrieb und kann auf mehrjährige Erfahrung in unterschiedlichen Branchen zurückgreifen. „Ich freue mich Frau Walder als zusätzliche Ansprechpartnerin im Bereich Vertrieb und Verwaltung für unsere Kunden begrüßen zu können, mit dem Ziel, damit auf die Bedürfnisse unserer Interessenten und Kunden noch besser eingehen zu können. – Herzlich willkommen im Team!“ Rudolf Wiener, Geschäftsleitung M-BOX „Auf zu neuen Ufern.. – auf in die Welt der digitalen Katalogisierung! Dies bedeutet für mich zum einen eine neue Herausforderung und zum anderen freue ich mich auf ein spannendes Aufgabengebiet in einem sehr persönlichen und angenehmen Arbeitsumfeld.“ Ingrid Walder, Vertrieb Tuesday, May 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das Mai-Blatt![]() Dala Dala - mit Kleinbussen wird der öffentliche Verkehr abgewickelt Öffentlicher Verkehr in SansibarDer gesamte öffentliche Verkehr wird mit solchen Kleinbussen durchgeführt. Dala Dala heißen sie, woher der Name kommt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Manche sagen, es sei eine Verballhornung von "Dollar". Die Busse verkehren auf festgelegten Routen, die Haltestellen kann man als unverbindliche Vorschläge sehen. Der Bus bleibt dort stehen, wo jemand raus oder rein will. Apropos rein wollen: die Busse sind zugelassen für 19 Passagiere - 2 vorne beim Fahrer, 17 hinten auf der Ladefläche. Dort geht eine schmale Bank rundherum, ein Aufbau aus Holz und ein Metallgitter verhindern, dass jemand hinausfällt. Die Zulassung ist natürlich ebenfalls eine unverbindliche Empfehlung. Wir haben es mehrfach erlebt, dass wir zu 21 oder mehr (statt 17) zusammengepfercht sassen und dann kam noch eine Familie dazu – Vater, Mutter (meist "traditionell gebaut", wie Mma. Ramotswe zu sagen pflegt) und Kind. Irgendwo fanden sie immer noch Platz. Berührungsängste im wörtlichen Sinn darf man da nicht haben. In der Öffnung hinten am Bus steht der Conducteur. Er ist Kassier und Verbindungsmann zum Fahrer. Wenn jemand aussteigen will, gibt er Klopfzeichen. Während der Fahrt bei 100 km/h und mehr über nicht wirklich gut, wenn überhaupt, asphaltierte Straßen steht er auf dem kleinen Trittbrett (auf dem Bild unter der Nummerntafel zu erkennen). Seinen Kopf steckt er hinter den oberen Querbalken, dort wo die Liniennummer des Busses ist (die 101). So klemmt er sich fest, seine Hände braucht er zum Geld einsammeln, zählen und wechseln. Ich möchte nicht wissen, wie viele fatale Unfälle da passieren. Sollte der ganze Bus umfallen, sind die Passagiere auch dran, denn bei dem engen Gitter und dem dicht gefüllten Innenraum hat man keine Chance, rauszukommen. Die einzige Hoffnung ist, dass man weich fällt. Wir haben die Dala Dalas mehrfach genutzt, um von unserem Hotel in die Hauptstadt und zurück zu fahren. Sie sind billig und eine großartige Gelegenheit, selbst ohne Suaheli-Kenntnisse mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Wir waren weit und breit die einzigen Weißen, die das gewagt haben und haben dafür den besonderen Respekt der Angestellten im Hotel bekommen. Sunday, April 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das April-Blatt![]() Handeln gehört zum Leben, von Klein auf. In Afrika ist dieses 'aktive Handeln' besonders stark ausgeprägt. Manche nennen es aggressiv, Marketing- und Verkaufsprofis sind davon begeistert. In Lagos (Nigeria) hörte ich einmal vor einem Markt einen europäischen Marketingleiter schwärmen: "Das ist angewandtes Marketing in Reinkultur!" – und schwupps, verschwand er für mehrere Stunden im Getümmel. In Sansibar ist es ebenso, wobei man selbstverständlich zwischen den Märkten unterscheiden muss, die sich in erster Linie an die Touristen wenden und jenen, die für die Einheimischen da sind. Ich hatte das Glück, einmal mit einem Maasai durch die Altstadt von Stonetown zu ziehen und ihn für mich handeln zu lassen. Das Feilschen um den Preis für die Ware gehört zum Verkaufsprozess dazu. Am Ende stehen immer zwei zufriedene Beteiligte: der Verkäufer und der Käufer – beide haben ein Ergebnis erzielt, mit dem sie zufrieden sind. Eine Szene wie auf dem Kalenderblatt kann man auch bei uns unter Kindern erleben. Wenn die Schuljause untereinander getauscht wird oder das coole Spielzeug gegen was Anderes. In dieser Szene hier geht es um eine simple Schnur, die erst einmal gründlich geprüft und vermessen wird. Der dritte im weißen Kittel steht daneben wie einer, der den Deal vermittelt hat und jetzt schaut, dass das Geschäft ja zustande kommt und er irgendwie auch einen Vorteil daraus ziehen kann. Eine Weile bin ich daneben gestanden und habe zugesehen. Es war unterhaltsam, obwohl ich natürlich kein Wort verstanden habe. Schließlich war ich dann doch zu ungeduldig, den Abschluss zu erwarten. Ich bin mir aber sicher, dass der Handel für alle gut ausgegangen ist. Defined tags for this entry: interna, M-BOX Kalender
Thursday, March 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das März-BlattDas "First Car"![]() In Sansibars Nationalmuseum: das Auto des ersten Präsidenten Sansibars Ich selbst bin ja kein Auto-Freak (und das bei Porsche als Kunde). Dieses Auto im Museum aber hatte es mir angetan. Vor allem der Präsentation wegen. Es ist so gar nicht hochglanzpoliert, vielmehr leicht zerbeult und verkratzt. Dadurch, dass es aufgebockt ist, zieht man ihm buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Und dann noch die Platzierung: es füllt die Eingangstür zu einem Nebenraum der Haupthalle. (Hier ein Foto, auf dem der Kontext sichtbar wird – gut schauen, dann finden Sie das Auto.) Das Museum selbst ist bemerkenswert liebevoll gestaltet. Ich habe schon einige Museen in Afrika gesehen, dieses hier war deutlich das bisher modernste, informativste und am besten gestaltete. Es gibt z.B. Räume, in denen Wohnungen oder Straßensituationen aus verschiedenen Kulturen — Sansibar war ja ein Ort, an dem Araber, Inder und Afrikaner zusammen lebten — nachgestellt sind. Welche Wunder gibt es im "House of Wonders"?Das Museum befindet sich im so genannten House of Wonders. Der Name hat nichts mit den Ausstellungsobjekten zu tun. Ursprünglich wurde das "Haus" als Palast für den Sultan von Sansibar gebaut. Eindrucksvoll stand und steht er da, auffallend und außergewöhnlich sind die überdachten ca. 4m breiten Balkone rund um den Palast. Es war das erste Gebäude mit Elektrizität und – noch wundervoller – mit einem Fahrstuhl. Je nach Auskunftsperson bezieht sich das "erste" auf Sansibar, auf Ostafrika oder auf ganz Afrika. Wie spät ist es jetzt in Sansibar?Vergessen Sie die diversen Weltzeituhren, sie zeigen Ihnen alle die Uhrzeit in Tansania. Wenn Sie aber zu Mittag vor dem House of Wonders stehen und auf die Uhr auf dem Turm obendrauf schauen, dann zeigt die 6 Uhr. In Sansibar beginnt die Uhr mit dem Sonnenaufgang. Und der ist regelmäßig das ganze Jahr über um 6 Uhr früh nach normaler Zeitrechnung. GedankensprüngeDas hätten Sie sich wohl nicht gedacht, dass Sie bei diesem Kalenderblatt so wenig über das Auto erfahren. Dafür aber über die Zeitrechnung und über den ersten Fahrstul von — wahrscheinlich der ganzen Welt. Aber wie heißt es: die Zusammenhänge machen aus dem Ganzen mehr als die Summe seiner Teile. Links: Das Auto - der Zephyr Mark III (engl. Wikipedia) Geschichte Sansibars (englisch) Defined tags for this entry: interna, m-box kalender
Wednesday, February 1. 2012M-BOX-Kalender 2012 - das Februar-BlattDie Türen Sansibars![]() Eine alte, verfallende Haustüre in Stone Town Die Türen waren (und sind) repräsentatives Aushängeschild. Die verschiedenen Stile spiegeln wider, woher die damaligen Bewohner kamen. Die Tür auf dem Kalenderbild ist im indischen Gujarati Stil gehalten. Die rechteckige Form und die verstärkten Panele sind das eine wesentliche Merkmal für diesen Stil. Das andere ist die Faltbarkeit der Türe, deutlich erkennbar beim geöffneten Türflügel. Die Haustüren waren einmal so wichtig, dass es üblich war, zuerst die Türe und den Türrahmen in Auftrag zu geben, das Haus wurde dann quasi um die Türe herum gebaut. Viele der Türen sind in einem ziemlich schlechten Zustand. Renovierte oder gar neue Türen sieht man in Stone Town zwar auch, nur Wenige aber können sich das heute leisten. Links: Artikel zur Geschichte der Türen, zu den Stilen und den verwendeten Symbolen (englischsprachig) Bildergalerie mit ca. 100 Türen Defined tags for this entry: interna, M-BOX Kalender
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